Warum greift der Texter zur Umgangssprache?

Das wertet doch unsere Kompetenz ab.

Diese Gefahr besteht nur in wenigen Ausnahmefällen – in der Medizin zum Beispiel; da hat man tatsächlich festgestellt, dass viele Patienten es nicht mögen, wenn der Arzt ihre Erkrankung »Schnupfen« nennt, und dass sie es lieber haben, wenn er von einer »Rhinitis« spricht. In der Regel hat es der Leser um so lieber, je leichter ihm das Lesen fällt; und am leichtesten liest sich nun einmal die gewohnte Umgangssprache. Auch verkaufsfördernde Emotionen drücken sich meist umgangssprachlich aus. Auch großkopfete Entscheider schätzen es, wenn sich die herbeigerufenen Experten kurz fassen und sich klar und deutlich ausdrücken. Es fällt ihnen nicht ein, deshalb die Kompetenz eines Experten anzuzweifeln, weil er Tacheles redet – ganz im Gegenteil. Es sei denn, der Experte überbringt eine schlechte Botschaft – aber das ist etwas anderes und kommt bei Werbetexten eher selten vor...

Übrigens gibt es für die Verwendung von Umgangssprache in Fachtexten viele wunderbare Vorbilder im Land der Vorbilder, den USA. Ein Beispiel>

 

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